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Pfarrer Hermann Wagner

Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen

"Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen"

Mit den Worten von Pfarrer Sebastian Kneipp will ich in diesem Vortrag hoffnungsvoll auf die Heilkräuter hinweisen, damit sie wieder mehr gebraucht Werden und frohere Gesundheit in die Familien einkehren möge. Ich habe sonst keine Absicht als nur die, ein wenig zu helfen für bessere Gesundheit, wie ich selbst oft und oft durch die Kräuter erfahren durfte.
Da möchte ich wieder mit Pfarrer Kneipp sagen, "Mich bewegen nicht irdische Motive, sondern ich habe Mitleid mit der leidenden Menschheit und möchte helfen und raten, wie und wo es möglich ist."
Ich bin kein Heilpraktiker und will keiner sein. Ich will nur anregen zu gesünderem Leben. Ich möchte darum auch hinweisen auf die guten Heilkräuterbücher, die Rat und Hilfe weisen.
Von den chemischen Heilmitteln wollen heute viele nichts mehr wissen. Auch viele Ärzte nicht. Aber sie kommen aus dem Teufelskreis der chemischen Heilmittel nicht so schnell heraus.
Im Frühjahr 1978 hatten über 1100 Ärzte im Rheingau eine Tagung mit der Frage: Wie finden wir wieder zu den Naturheilmitteln zurück, vor allem zu den Heilpflanzen? Aber der Weg dahin ist schwierig. Welcher Arzt hat Zeit, sich damit eingehend zu befassen? Es gibt bei uns auch nicht mehr die frischen Kräuter. Sie werden fast alle aus den Ostländern eingeführt und sind daher meist veraltet, bevor sie angewendet werden. Nach Pfarrer Kneipp sollten aber Heilkräuter nicht älter sein als ein Jahr.
Die menschliche Natur braucht die natürlichen Mittel. Das wusste man zu allen Zeiten.  Schon um 3700 vor Christus hat ein chinesischer Herrscher, Shing Nong, ein bedeutendes Pflanzenheilbuch geschrieben, worin über 200 Heilpflanzen behandelt werden. Er sagt unter anderem: Die Kraft deines Körpers liegt in den Säften der Kräuter."
Theophrast, ein griechischer Arzt um 370 vor Christus sagt: "Das edelste und sicherste Heilmittel ist die Pflanze."
Durch alle Jahrtausende und Jahrhunderte waren die berühmtesten Ärzte Pflanzenheilkundige. In unseren Landen wurde im Frühmittelalter die Heilkräuterkunde in den Klöstern gepflegt. Im zwölften Jahrhundert hat die Hl. Hildegard von Bingen ganz eigenständig die Heilkräfte in den Pflanzen aufgezeigt. Sie wurde von Gott dazu beauftragt und begnadet. Sie sah die wirkenden Kräfte in den Pflanzen. Sie hat gesagt, dass die Engel ihr helfen, damit sie durch die Kräfte der Pflanzen die Menschen vor Krankheit und Schaden schütze. Ihre Pflanzenheilkunde war also eine religiöse Wirksamkeit.
Die alten Leute haben früher mit dankbarem Blick zum Himmel die sicher helfenden Kräutlein gesucht. Wenn wir die helfenden Kräutlein richtig sehen und anwenden wollen, sollen auch wir es mit dankbarem Blick zum Himmel tun.
Pfarrer Kneipp erzählt einmal: Viele haben hier Kuren gemacht und doch keine Besserung gefunden. Nachdem man jedoch den Zustand ihrer Seele erkannte und da wieder Ordnung hineinbringen konnte, wurde es auch mit ihren körperlichen Leiden besser."
Der Mensch besteht aus Leib und Seele. Da muss eine Harmonie herrschen, sonst kann der Körper nicht wirklich gesunden. Suche daher durch ein christliches Leben Harmonie zwischen Leib und Seele zu bringen, dann wirst du aus der Apotheke Gottes auch die nötige Hilfe für einen gesunden Leib finden. Auch hier gilt das Wort Christi: "Sorget zuerst für das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, und alles andere wird euch hinzugegeben werden!"
Gehen wir also als religiöse Menschen und nicht als Materialisten zu den Heilkräutern, und wir werden Hilfe finden, weil die Engel Gottes uns führen.

Ich möchte nur einige Heilkräuter aufzeigen. Zu viele könnt ihr doch nicht behalten. Auch mochte ich Kräuter auswählen, die leicht zu finden und zu erkennen sind. Genauere Bezeichnungen und Abbildungen findest Du im Anhang. Ich möchte nur anregend helfen. Dazu will ich noch einige Hinweise geben:

1. Hole die wildwachsenden Kräuter, wo es dir immer möglich ist, aus der unbeschmutzten Natur!
2. Solange es geht, sollst Du die Kräuter im grünen Zustand verwenden, denn darin liegt die größere Wirkkraft.
3. Kräuter sollen nicht zerkocht werden! Lasse sie höchstens eine Minute im heißen Wasser ziehen! Einige soll man besser im kalten Wasser über Nacht ziehen lassen. Darauf wird dann eigens hingewiesen.
4. Wenn Du aus den Kräutern eine Tinktur machen willst, sollst Du sie in Korn oder Obstler mit wenigstens 50 % Alkohol ansetzen und 14 Tage ziehen lassen. Bei grünen Kräutern ist ein Alkohol mit höherem Prozentsatz günstiger.

Angelika

Angelika (Archangelica off.)

Wenn du sie suchst im Waldesgrund,
dann ist der Engel auch dabei.
Denn er tat es den Menschen kund,
welch einzig' Rettung sie uns sei.


O nein, ich sage nicht zu viel. Der heilige Erzengel Raphael soll einem Einsiedler diese Pflanze gezeigt haben, damit er dadurch den Menschen Hilfe bringe in unheilbaren Krankheiten. Der Einsiedler nannte sie daher Angelika oder Engelwurz. Die Botaniker gaben ihr sogar den Namen Archangelika, Erzengelpflanze. Nimm es nun, wie du willst. Aber habe Ehrfurcht vor dieser Pflanze, die uns wie selten eine andere von vielen Krankheiten heilen kann. Schau, man nennt sie sogar auch Heiliggeistwurz". Denn sie hat bei Pest und Cholera wie eine Rettung vom Himmel eingegriffen.
So komm also mit Ehrfurcht mit, wenn du sie suchen willst! Wir müssen an Flussufern, an nassen Gräben, auf feuchten Wiesen und in Auwäldern suchen. Dort können wir sie oft häufig finden. Im Salzachtal ist sie mir oft begegnet.

Sie kann bis zu 2 m hoch werden. Oben ist sie verzweigt in große, gefiederte Blätter, die unten blaugrün sind. Die Blüten sind oft tellergroße grünweiße Dolden. Sie blüht in den Sommermonaten. Natürlich kannst du sie auch schon, von der Sonne aufgeweckt, im April in Blüte sehen.
Du musst sie dir genau ansehen! Denn da gibt es auch den Schierling. Besonders den Wasserschierling, der an gleichen Plätzen wächst. Der ist sehr giftig. Sogar tödlich giftig. Den musst du dir genau anschauen. Den Feind musst du kennen. Aber ich kann dir sagen, der Wasserschierling hat zerrissene, längliche, zersägte Blätter. Dagegen hat die Engelwurz kräftige Blätter, wie der Holunder. Das sicherste Kennzeichen des Wasserschierlings aber ist: Er hat einen dicken Wurzelstock, der innen kammerartig geteilt ist in lauter Hohlräume. Und dieser Wurzelstock riecht sehr übel. Gott sei Dank! Die Wurzel der Angelika hat einen etwas würzigen Geruch. Besonders die Blüten der Angelika riechen wie Honig. Hab also keine Angst vor Verwechslung, Freilich gibt es Leute, die einen Löwenzahn von einer Dotterblume nicht unterscheiden können. Solche müssen davon die Finger weglassen.
Bei den Germanen war die Angelika von alters her geschätzt. Sie hat sich aus nördlichen Ländern in unsere Gebiete verbreitet. Das heißt, die Mönche haben im Mittelalter dafür gesorgt, dass sie bei uns als wichtige Heilpflanze überall heimisch wurde. So wie die Mönche die Kalmuswurzel überall in die stillen Wasser eingesetzt haben. Wie der Kalmus, so hat sich auch die Angelika daran gewöhnt und verbreitet sich überall, wo sie nicht durch "Kultivierung" ausgerottet wird.
In neuester Zeit wird die Angelika häufig angebaut und es wird daraus ein heilkräftiger Schnaps gewonnen. Ähnlich wie aus der Bärwurz im Bayerischen Wald.
Noch einmal sage ich dir, wenn du mitkommen willst, die Angelika zu suchen, dann kannst du das nur mit Ehrfurcht tun. Denn die Angelika ist wirklich, wie vom Himmel geschenkt. Sie hat eine einmalige überragende Heilkraft, die keine andere Pflanze hat. Sie kann Schwache aufrichten. Sie kann auch gegen allzu frühes Altern frische Kraft verleihen. Es soll nicht sein, dass wir ab 70 nur noch mühsam unsere Wege gehen oder gar schon pflegebedürftig sind. Der berühmte französische Naturarzt Messegue erzählt von einem Mann, der 120 Jahre alt geworden ist, weil er so gerne Angelika-Wurzel gekaut hat.
Wir wollen also vor allem die Angelika-Wurzel sammeln. Wenn wir nicht räubern, machen wir damit keinen Schaden. Die Wurzel wird oft bis zu 4 cm dick und ist fleischig. Sie ist innerlich rotbraun. Wir können sie natürlich erst im zweiten Jahr sammeln, weil die Pflanze zweijährig ist. Wie die Klette oder Wallwurz. Der reife Samen, im November geerntet, ist ebenso kräftig, wie die Wurzel. Auch die Blätter und Blüten können genommen werden. Die sollst du aber nehmen, solange sie noch frisch sind.
Nun aber werden wir langsam neugierig, für was die Angelika so hilfreich ist?  Der berühmte chinesische Herrscher Ching Nong hat die Angelika um 3700 vor Christus in seinem Heilkräuterbuch empfohlen gegen Krankheiten der Verdauungsorgane, gegen Herz und Kreislaufleiden und zur Kräftigung der Nerven. Seit Jahrtausenden hat sich die Angelika gegen derlei Krankheiten immer wieder bewährt. In hervorragender Weise. Vor allem ist also die Angelika ein gutes Mittel gegen schlechte Verdauungsorgane. Sie heilt Magen und Darmleiden. Sie wirkt Appetitanregend. Sie hat eine ähnliche Wirkung, wie Kalmus. Nur etwas intensiver. Als Tinktur für die Verdauungsorgane würde ich sie dir sehr empfehlen. Bei Blähungen und Sodbrennen wirkt sie unvergleichlich günstig. Hervorragend hat sie sich bewährt bei Gastritis. Bei Darmentzündung bringt sie bald Heilung. Sie löst Verschleimungen in Magen und Darm. Aber auch in Brust und Lunge. Gegen chronischen Katarrh musst du sie unbedingt auch anwenden. Sie hilft. Zuletzt aber dürfen wir nicht übersehen, dass die Angelika ein vorzügliches Herzmittel ist. Neben Weißdorn und Mistel darf Angelika da nicht fehlen, wenn dein Herz. Hilfe braucht. Bei Erschöpfung und Schwäche darfst du Angelika nicht vergessen. Sie hilft nach Überanstrengung oder Krankheit schnell wieder auf die Beine. Sie beruhigt deine Nerven und sorgt für gesundes Blut. Pfarrer Kneipp sagt: "Angelika leitet alle schlechten Stoffe aus dem Blute."
Angelika ist eine Gottesgabe, die nicht mit Geld zu bezahlen ist. Hier soll man wieder zur Einsicht kommen, Wie gut es Gott mit unserer Gesundheit meint.
Ich würde dir empfehlen, aus Angelika eine Tinktur zu machen. Davon darfst du hin und wieder ein kleines Stamperl trinken. Freilich nicht zu viel. Gerade auch hier liegt in der Mäßigkeit die beste Hilfe. Manche Klöster machen gerade aus der Angelika einen berühmten Likör.
Nun aber gibt es außer der großen Angelika (Archangelica off.) auch die wilde Angelika (Angelica silvestris). Sie ist der großen ähnlich, nur etwas niedriger und zarter. Auch die Wurzel ist kleiner. Die Blätter sind grün und die Blüten sind weiß. Zwischen der großen und der kleinen Angelika gibt es viele Vermischungen.
Du brauchst nun deshalb keine Sorge haben. Die kleine Angelika hat fast die gleiche Wirkung, wie die große. Die Hauptsache ist, dass du den Schierling gut kennst und hier keine Verwechslung geschieht. ...

DIN A5, 168-seitig, Bestell-Nr. 001

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