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Brot des Lebens groß

Pfarrer Hermann Wagner

Ich bin das Brot des Lebens

„Das ist mein Leib.“

Ich will darüber alle Zitate der hl. Schrift und auch die einheitliche Formel der Kirche anführen: Der Evangelist Matth. schreibt darüber in 26,26: „Während des Mahles nahm Jesus das Brot, segnete und brach es, gab es seinen Jüngern und sprach: Nehmet hin und esset! Das ist mein Leib. Er nahm auch den Kelch, dankte, gab denselben seinen Jüngern und sprach: Trinket alle daraus. Das ist mein Blut des Neuen Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“ Der Evangelist Markus schreibt darüber in 14,22: „Während des Mahles nahm Jesus Brot, segnete es, brach es und gab ihnen (den Jüngern) mit den Worten: Nehmet hin, das ist mein Leib! Dann nahm er den Kelch, dankte und gab ihnen denselben. Alle tranken daraus. Er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des Neuen Bundes, das für viele vergossen wird.“ Der Evangelist Lukas schreibt darüber in 22,19: „Alsdann nahm er Brot, dankte, brach es, gab es ihnen (den Jüngern) und sprach: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahle den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blute, das für euch vergossen wird.“ Der Apostel Paulus schreibt im l. Kor 11,23: „In der Nacht, da Jesus verraten wurde, nahm er das Brot, dankte, brach es und sprach: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu meinen Andenken! In gleicher Weise nahm er nach dem Mahle den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blute. So oft ihr ihn trinket, tut es zu meinem Andenken!“
Die hl. Kirche gebraucht einheitlich die Wandlungsworte: „Nehmet und esset alle davon. Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“ „Nehmet und trinket alle daraus. Das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes, mein Blut, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ Ich konnte nicht anders als das ausführlich zu zitieren, was uns Jesus gesagt hat: „Das ist mein Leib!“ „Das ist mein Blut!“ Zur Zeit gehen so viel Gerüchte herum aus den Reihen der Gläubigen und Ungläubigen, die alles verunsichern. Das Endergebnis der Verunsicherung ist dann meist das Wort: Kommunion ist nur ein Gedächtnismahl für Jesus oder mit Jesus, der geistig bei uns ist. Dass er selbst sich uns zur Speise gibt, das ist unbegreiflich. Das ist nicht möglich. Noch weniger ist es möglich, wie die konservativen Fundamentalisten behaupten: Jesus gibt sich uns als Gott und Mensch zur Speise. Das ist erst recht unmöglich und undenkbar.
Da müßten wir, sagen manche, den Verstand aufgeben, wenn wir solches für möglich halten sollten. Eigentlich haben Letztere recht, wenn sie sagen, da müßte man den Verstand aufgeben. Denn unser Verstand kann das nie fassen. Weil das weit über unseren Verstand geht, verlangt Jesus streng von uns, dass wir ihm glauben.
Er sagt sogar: Wer nicht glaubt, wird verdammt werden. Wenn es unser Verstand nicht fassen kann, dann müssen wir es eben glauben. Nicht nur darum glauben, weil es für uns undenkbar ist, sondern wir müssen glauben, weil es Gott gesagt hat, der niemals lügen kann, er, der die ewige Wahrheit selber ist. Oder getrauen wir uns zu denken, dass Gott nicht mehr weiß und sagen darf, was unser Verstand fassen kann. Oder meinen wir gar, Gott sei ein Lügner? Das meint leider jeder, der Gott nicht glaubt. Gott verlangt also von uns unbedingt, dass wir ihm glauben, auch wenn wir nicht verstehen. Warum muß er das verlangen? Weil es um unser höchstes Glück geht. Um unsere herrlichste Zukunft, die er uns mit unglaublicher Liebe bereitet hat. Wir dürfen einmal teilhaben an seiner höchsten Herrlichkeit.
An Gottes Herrlichkeit und an seiner ganzen Schöpfung. Denn wir heißen nicht nur Kinder Gottes, wir sind es wirklich, sagt der Apostel Johannes. Wir erleben einst Seligkeiten, die wir uns jetzt noch gar nicht vorstellen können. Darum müssen wir es glauben. Es müßte uns genügen, wenn wir bedenken, Gottes Sohn ist sogar Mensch geworden, um uns diese Herrlichkeit zu sichern. Er hat sich in den grausamsten Tod hingeopfert, um uns das wahre Leben zu erkaufen. Das Sterben Jesu ist nicht das Wesentliche zu unserer Erlösung. Jesus mußte uns als Mensch, als neuer Stammvater des Lebens, durch seinen Tod von unserem Tod erlösen, zurückkaufen zum Leben. Unsere eigentliche Erlösung ist seine Auferstehung aus dem Tod, um damit auch uns aus dem Tod zu erwecken für das ewige und unsterbliche Leben in der Herrlichkeit Gottes.
Wir müssen uns nun Jesus völlig hingeben, in ihm leben. Darum schenkt er sich uns im eucharistischen Geheimnis zur Speise als Gott und Mensch. Er nimmt uns damit in seine gottmenschliche Lebensfülle auf. So können wir mit dem Völkerapostel sagen und hoffen: Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Wir leben in Christus das Leben als wahre Kinder Gottes, des Vaters, wie es der Mensch vor der Sünde leben durfte. Darum hat uns Jesus beten gelehrt: Vater unser im Himmel!
Das wäre an sich nicht einmal so schwer zu verstehen, wenn wir ein wenig mit den Ohren des Glaubens hören könnten. Das tiefere Leben als Kinder Gottes freilich, das werden wir erst erfahren, wenn wir mit Christus auferstanden sind zum neuen Leben in Gott. Da werden wir eine weite Ewigkeit lang immer nur staunen und jubeln vor Freude und Überraschung.
Denn in Gottes Reich ist kein Ende an Seligkeit. Jedoch für Menschen, die das nicht ernst nehmen wollen, weil sie in der Verwirrung des halben Glaubens oder gar durch die Sünde in der Finsternis des Unglaubens schmachten, ist das alles, die Fülle der Erlösung Jesu unbegreiflich. Durch ihre unbußfertigen Sünden sind sie die Totengräber ihres eigenen Lebens. Denn was ist die kurze Zeit des Erdendaseins mit ihrer trügerischen Lust, wenn sie nur auf den Tod hin leben. Leben, das doch kein Leben ist in der Gewißheit des furchtbaren ewigen Todes, der ihren Nacken hoffnungslos niederdrückt. Dieser ewige Tod aber wird zur immerwährenden Gottesferne der Hölle.
Verzeiht, ich muß es sagen, weil es so ist, weil es uns Jesus, der die ewige Wahrheit ist, so geoffenbart hat. Aber noch ragt das Kreuz seiner Erlösung für uns alle auf. Wer zu diesem Kreuz aufschaut und sich bekehrt, der ist gerettet. „Nehmet hin und esset alle davon. Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird“
„Nehmet und trinket alle daraus. Das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes, mein Blut, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ Jedoch das Wort „Das ist mein Leib“, wird von den einzelnen christlichen Gemeinschaften verschieden gedeutet. Sie sagen zwar vielfach: Das ist mein Leib. Aber sie meinen: Das bedeutet seinen Leib. Oder andere sagen: Das erinnert an seinen Leib. Die meisten evangelischen Christen sagen zwar: Das ist mein Leib. Sie denken aber und verkünden: Das erfüllt sich erst, wenn sie das Brot beim Mahl essen und den Wein trinken, dann wird es Leib und Blut Christi. Sie können nie verstehen, dass wir den Leib Jesu und damit Jesus selbst außerhalb des Mahles anbeten und mit andächtiger Ehrfurcht im Tabernakel aufbewahren. Jesus hat eindeutig gesagt: Das ist mein Leib! Also ist er es wirklich in seinem Leib und bleibt er es. Er ist und bleibt in seinem lebendigen Leib und damit auch in seinem Blute gegenwärtig. Wenn heute viele Katholiken Jesus im Tabernakel nicht mehr schätzen, ihn kaum mehr anbeten, dann kommt das außer ihrem schwachen Glauben auch davon, dass sie sich zu sehr den evangelischen Christen angleichen. Wir dürfen nie vergessen, die Protestanten haben kein Priestertum und kein Meßopfer. Wenn sie Abendmahlsfeier halten, ist das wirklich nur eine Erinnerungsfeier. Bei aller Ehrfurcht vor den evangelischen Christen, die der Heilige Geist bewahrt vor dem völligen Verfall, dürfen wir ihren Irrglauben nicht übersehen. .....

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