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Brigitta 6

Die hl. Brigitta
von Schweden

Ihr Leben und Ihr Vermächtnis

Unweit der Stadt Norrtelje in der schwedischen Provinz Upland liegt der Ort Finsta. Dort befindet sich ein Edelsitz. Dieser war am Ende des 13. Jahrhunderts Eigentum des frommen und erlauchten Fürsten von Upsala Birger Pedersson. Durch seinen Vater stammte dieser von den Königen Swerker II, und Erich dem Heiligen ab. Seine Gemahlin war die nicht minder fromme und erlauchte Ingeborg, Tochter eines Reichsrates und Provinzial-Richters. Sie stammte ebenfalls aus dem Geschlechte des Königs Swerker, und ein noch älterer Ahnherr von Ihr war König Kanut. Aus ihrer Ehe entstammten drei Söhne und vier Töchter, deren jüngste im Jahre 1302 geboren wurde und bei der hl. Taufe den Namen Birgitta erhielt. Die spätere Größe und Heiligkeit Birgittas wurde schon vor Ihrer Geburt geoffenbart. Als sich Jngeborg im Skoo-Kloster auf Besuch befand nahm eine Nonne Anstoß an Ihren prächtigen Aufzuge. Da erschien ihr in der folgenden Nacht eine wunderbare Person, die zu ihr sprach:
“Was beeinträchtigst du meine Dienerin und sprichst, sie sei hoffärtig? Von ihr will Ich eine Tochter ausgehen lassen, mit der ich meinen Bund schließen werde, nach dem ihr so viele Gnaden erwiesen werden sollen, daß alle Nationen der Welt darüber staunen werden.“
Eine andere Offenbarung wurde der Mutter Jngeborg selbst gegeben. Als sie sich bereits in gesegneten Umständen befand, machte sie eine Seereise. Das Schiff scheierte und viele Menschen ertranken. Jngeborg wurde von Birgers Bruder, Herzog Erich, an das Ufer von Oeland gerettet. In der folgenden Nacht sah sie eine Erscheinung, die zu ihr sprach: “Du bist um des Guten willen, das du in deinem Schoße trägst, gerettet worden; ziehe es deshalb sorgfältig auf, denn es ist dir in besonderer Weise von Gott geschenkt.“
Auch Birgittas Geburt begleiteten außerordentliche Umstände. Kaum hatte sie den Mutterschoß verlassen, da erblickte ein frommer Priester, Hemingus, später Bischof von Abo, während der Nachtzeit, beim Gebet in der Pfarrkirche, eine helle Wolke und in der Mitte derselben saß eine Jungfrau, die ein Buch in der Hand hielt und zu ihm sprach: “Dem Birger ist heute eine Tochter geboren, deren Stimme wunderbar durch die ganze Welt hin wird vernommen werden.“
Schon als Kind entsprach Birgitta den Hoffnungen die man in sie gesetzt hatte. Nachdem sie drei Jahre lang nicht sprechen konnte, wurde ihre Zunge wunderbar gelöst und von diesem Augenblick war sie der Sprache vollkommen mächtig. Ihre Tugenden eilten ihren Jahren voraus.
Reinheit des Leibes und der Seele, Mäßigkeit, Bescheidenheit, Einfalt des Herzens, Demut, Gehorsam, Geduld und Liebe zu Gott und dem Nächsten waren schon in früher Jugend an ihr bemerkbar. Eifrig betete sie und zeichnete sich besonders aus durch innige Liebe zum gekreuzigten Heilande und zu seiner glorwürdigen Mutter.
Als Birgitta im Alter von sieben Jahren ihre fromme Mutter verloren hatte, wurde sie einer Schwester ihrer Mutter, zur Erziehung übergeben. Von jetzt an begannen die wunderbaren Erscheinungen, die ihr ganzes Leben lang andauerten. Hier war es auch, wo ihr in der Nacht die Himmelskönigin erschien und eine Krone auf das Haupt setzte. In ihrem zehnten Jahre hörte sie eine Predigt über das Leiden Christi, die einen sehr tiefen Eindruck auf sie machte. In der darauf folgenden Nacht erschien ihr Christus, mit Blut und Wunden bedeckt, als wäre Er eben gekreuzigt worden. Von dieser Zeit an empfand sie einen innigen Zug zur Verehrung des Leidens des Erlösers, dass sie selten ohne Tränen den Gekreuzigten betrachten konnte.
Einmal war Birgitta mit einer Stickerei beschäftigt. In der Furcht, sie könne diese nicht nach Wunsch vollenden, flehte sie zu Jesus um Hilfe. Als nun ihre Tante ins Zimmer trat, sah sie eine unbekannte Jungfrau der Birgitta in ihrer Arbeit helfen, welche aber sofort verschwand. Auf Befragen wer diese Jungfrau gewesen sei, konnte Birgitta keine Antwort geben; sie hatte niemanden gesehen. Die Tante aber fand die Arbeit von außerordentlicher Feinheit und bewahrte sie als kostbare Reliquie auf.
Immer schöner und lieblicher, geistig wie leiblich, entwickelte sie sich. So hatte Birgitta ihr dreizehntes Lebensjahr erreicht. Da wurde sie von ihrem Vater mit dem jungen Fürsten von Nerike, Ulpho Gudmarson verlobt. Auf die Verlobung folgte bald die Vermählung. Birgitta hätte sich viel lieber ewiger Jungfräulichkeit gewidmet. Nur ungern gehorchte sie ihrem Vater, und wäre, wie sie sich später äußerte, leichter in den Tod gegangen als in den Ehestand. Die beiden jungen Ehegatten führten ein frommes Leben. Nachdem sie das erste Jahr ihrer Ehe in Enthaltsamkeit gelebt hatten, wurden ihnen in den folgenden Jahren acht Kinder geschenkt, vier Söhne und vier Töchter, unter denen Katharina als spätere Heilige hervorragt. .....

Din A6, 32-seitig, Bestell-Nr. 070

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