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Strahlendes Licht 6

Abbe Arminjon

Strahlendes Licht -
finsteres Feuer

Zur Einführung

Arminjon ist ein vorbildlicher Theologe, der auch die Geheimnisse des menschlichen Herzens erforscht hat. Wobei er nicht der Versuchung erliegt, diese beiden Bereiche zu vermischen. Die Vermischung von Theologie und Mystik verdirbt beide. Sie macht aus der Theologie eine falsche Mystik und aus der Mystik eine falsche Theologie.
Arminjon besitzt die seltene Gabe, Herz und Verstand im hohem Maße anzusprechen. Theresia von Kinde Jesu hat aus seinen Betrachtungen über den Himmel ein klares, bewußtes Wissen und einen starken Impuls für ihren Willen geschöpft. Zielbewußtsein, Motivation, das ist es, was Herz und Verstand bewegt.
Der aufgeklärte, moderne, technische Riese strahlt pausenlos Worte und Bilder mit Lichtgeschwindigkeit aus und läßt sich reichlich damit bestrahlen. Geistig und geistlich schließt er sich hingegen in einen aus modischen Schlagworten mühsam selbst gebastelten engen Käfig ein. Er denkt nur in irdischen Dimensionen. Das Erstaunliche ist nämlich: der Mensch versteht sich selbst, die Welt und das Leben nur aus der Konstellation des Ewigen. Das ist sogar leicht zu beweisen. Einzelheiten und Einzelteile werden erst in ihrem Zusammenhang, vom Ganzen her, verständlich, wobei Sinn und Zweck bekannt sein müssen. Beispiel: Auf einem Baumarkt mögen sich noch so viele Einzelteile befinden. Deren Sinn ist aber immer auf Haus und Wohnen ausgerichtet. Der Mensch kann sein Leben nur verstehen, weil sein Schöpfer ihn über das Ziel des Lebens informiert hat. Diese Information nennen wir Offenbarung. “Du hast Worte ewigen Lebens!”
Das ist “der verhängnisvolle Irrtum und die größte Wunde unserer Zeit. Hier ist die Quelle aller Revolutionen und sozialen Wirren zu suchen. Die Welt ist von einer schrecklichen Trübsal heimgesucht. Die meisten Menschen sind fasziniert von der Anziehungskraft der vergänglichen Genüsse und aufgesogen von weltlichen Interessen und von materiellen Sorgen. Sie verweilen nicht mehr bei den großen Schauungen des Glaubens und verweigern hartnäckig, sich in ihren Herzen zu sammeln. Man kann über unsere Generation das gleiche sagen wie seinerzeit der Prophet Daniel über die beiden Ältesten von Babel: ,Sie senkten ihre Augen und haben den eigenen Verstand ausgelöscht, um nicht den Himmel zu betrachten und an die gerechten Gerichtsurteile Gottes denken zu müssen’ (13,9).
Die beiden Ursachen dieser schrecklichen Gleichgültigkeit, dieser tiefen universalen Lethargie sind: die Unwissenheit und die ungezügelte Liebe der sinnlichen Lust. Sie verdunkeln das innere Auge der menschlichen Seele und alle Hoffnungen werden auf die enge Domäne des irdischen Lebens reduziert. Die Schau der zukünftigen Schönheiten und Belohnungen wird dadurch verhindert. Die Weisen haben zu allen Zeiten festgestellt, daß Gegensätze durch die Anwendung von Gegensätzen geheilt werden. Darum scheint uns das wirksamste Mittel, um mit Sicherheit das eingewurzelte Übel des Naturalismus zu heilen in einer klaren und präzisen und ungeschwächten Darlegung der wichtigen Wahrheiten über das zukünftige Leben und des unausweichlichen Abschlusses der menschlichen Bestimmung zu bestehen.
Vielleicht wird man uns anklagen, diese oder jene Wahrheit mit einer zu rauhen Deutlichkeit oder zu streng dargelegt zu haben: die ernstesten und furchtbarsten Punkte der katholischen Glaubenslehre dargelegt zu haben, ohne sie mit Mäßigungen und Linderungen zu begleiten: so wie der Arzt das Licht für einen kranken Freund sorgfältig bemißt, um seine schmerzenden Augen nicht durch die Strahlen zu verletzen. Aber in der religiösen, übernatürlichen Ordnung stehen die Phänomene und die in den Seelen hervorgebrachten Wirkungen oft im Gegensatz zu denen der physischen und materiellen Ordnung. In dieser Welt kann eine übertriebene Ausstrahlung von Licht blenden, ja Blindheit erzeugen. Aber sobald der Geist den intellektuellen Raum betritt, wenn er sich in die ausgedehnten Sphären des Unsichtbaren und des Unerschaffenen begibt ist keine Übertreibung zu befürchten. Jesus Christus ist die große Sonne unseres Verstandes, die Nahrung und das Leben unserer Herzen. Er ist nie besser verstanden und mehr geliebt, als wenn er sich mit Überfülle manifestiert, in der Integrität seiner Lehre und im überragenden Glanz seiner göttlichen Person.
Die Apostel haben das Evangelium mitten in der Nacht des Heidentums verkündet. Sie haben mutig Christus den Gekreuzigten vor dem römischen Senat und inmitten der Philosophen des Areopags gepredigt Das sagt uns zur Genüge, daß die Wahrheit anziehend ist für die von Natur aus christliche Seele. Das beweist, daß sie in dem Maß erleuchtet und überzeugt, indem sie ihnen in ihrer ganzen Kraft und in ihrer ganzen Klarheit dargelegt wird.
Die Dauer unserer Prüfung ist auf die Zeit des gegenwärtigen Lebens begrenzt. Wenn dieses Leben - wie die Rationalisten meinen - nur ein Ring in der Kette unserer Bestimmung ist, und wenn die Zeit, in der der Mensch dem Kampf, der Versuchung, den Verführungen der Sinne und der Geschöpfe unterworfen ist, sich unbegrenzt fortsetzen soll, dann würde Jesus Christus nie König sein; das Gute wäre ohne Hoffnung und das Böse würde ewig triumphieren. Es ist jedoch gewiß, daß die Szene, die sich in dieser niedrigen Welt abspielt, früher oder später zu ihrem Ende und zu ihrem Ziel gelangen wird. Dann wird die Menschheit eine neue Existenzphase antreten. Und alles, was wir schätzen, alles, was wir in diesem gegenwärtigen Leben erstreben, wird weniger als ein Schatten und ein eitler Rauch sein. Das ist eine klare Tatsache und unsere Entdeckungen, die Wunder unserer Genialität können daran nichts ändern.
Der moralische Wert des Lebens läßt sich messen am Ziel, auf das es sich bezieht. Die Annehmlichkeiten eines Weges werden vom Reisenden nur so weit geschätzt, wie sie dazu beitragen, sicherer und schneller ans Ziel zu kommen. Sich befassen mit dem zukünftigen Leben und mit dem letzten Ziel heißt darum in Wirklichkeit: die Wissenschaft und die Philosophie des menschlichen Lebens und die grundsätzlichen Prinzipien darzulegen, auf denen jede Vollkommenheit und jede Moral beruht... Wir haben aus den reinen Quellen der Überlieferung und der Väter geschöpft. Wir ließen uns durch das Licht der Heiligen Schrift erleuchten. Und wir haben versucht, zur Stärkung der unruhigen und verwirrten Seelen unserer Zeit beizutragen. Der katholische Glaube lehrt uns und bietet uns die wahre Lösung des Geheimnisses des Lebens an. - Mögen wir beitragen, daß Jesus Christus und seine Kirche mehr geliebt werden und durch diese Lektüre immer mehr die Hauptwahrheit beherzigt wird: Gott dienen und seine Gebote halten, das macht den ganzen Menschen aus!”

Chamry, Fest der Erscheinung des hl. Erzengels Michael, 8. Mai 1881. Abbé Arminjon


Der Himmel

Die heilige Theresia v. Kinde Jesu erzählt in ihrer Selbstbiographie: “Ich war 14 Jahre alt und hatte einen brennenden Wissensdurst. Darum hielt es der liebe Gott für nötig: dem Feinmehl, Honig und Öl in Fülle beizufügen. Dieses Öl ließ er mich in den Vorträgen von Abbé Arminjon über ,Das Ende der gegenwärtigen Welt und die Geheimnisse des zukünftigen Lebens’ finden. Diese Lektüre war eine der größten Gnaden meines Lebens... Der Vorgeschmack dessen, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben, hat mich tief bewegt... Es wurde mir bewußt, daß der ewige Lohn in keinem Verhältnis zu den kleinen Opfern des Lebens steht. Ich wollte lieben, Jesus leidenschaftlich lieben, ihm solange ich konnte, tausend Zeichen meiner Liebe geben. Ich habe mehrere Stellen abgeschrieben: Über die vollkommene Liebe und über den Empfang, den der liebe Gott seinen Auserwählten bei der Aufnahme in den Himmel bereitet, indem er selbst ihr großer ewiger Lohn wird. Ich wiederholte ohne Unterlaß die Liebesworte, die mein Herz entflammt hatten.”
Theresia vom Kinde Jesu hat das Feuer der Begeisterung bis zum Ende durchgetragen. Sie will auch vom Himmel aus für die Rettung der Seelen “arbeiten” bis zum Ende der Welt. Wie sehr sie von diesem Gedanken durchdrungen ist, geht aus ihrer Weihe an die Barmherzige Liebe hervor.
Die Menschen haben immer, bewußt oder unbewußt, das Glück gesucht. Aber über die Frage, worin das Glück besteht und ob und wie es zu erreichen sei, darüber sind die Menschen noch nie einig geworden. Unser Jahrhundert hat erlebt, wie tausendjährige Reiche und Arbeiterparadiese zu Vorhallen der Hölle wurden. Und doch, der Mensch scheint eigenmächtiges Denken und Wollen nicht lassen zu können. Der gegenwärtige fieberhafte babylonische Turmbau will ein Sexparadies verwirklichen. Gemeinsam an all diesen gescheiterten Plänen ist, daß ihre Baumeister über Leichen reiten und immer reichlich Fußvolk finden, das ihnen behilflich ist.
“Den lieben Gott brauchen wir nicht!” Sind die Völker wirklich zu einem permanenten Wechselbad von Rausch und Katzenjammer verurteilt? Ja, so lange nur kurzsichtige menschliche Pläne den Kurs bestimmen Die Vernunft oder präziser, unser Verstand ist nicht in erster Linie dazu geschaffen, um sich selbst zu bespiegeln oder um eigene Denk- und Handlungsmodelle auszubrüten Unser Geist, unser Verstand will - wie das Wort klar ausdrückt - verstehen Gott hat mit jedem Menschen einen wunderbaren Plan Diesen Plan kann der Mensch nur mit Hilfe anderer Menschen und durch seine persönliche Beziehung zu Gott erkennen und verwirklichen. Darum sagt der göttliche Baumeister der Kirche ,Wer diese meine Worte hört und sie tut, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baut “ Das Leben auf tragfähige, unerschütterliche Grundsätze aufbauen “Gerechte Gesetze begründen und erhalten das Glück!” (Aristoteles und Thomas von Aquin) Die eigentliche Frage ist Glauben wir, daß die Gebote Gottes uns den sicheren Weg durchs Leben, den sicheren Weg zum ewigen Glück  weisen, daß sie ein absolut sicherer Kompaß sind oder nicht? Der Teufel und die falschen Propheten erlauben alles, verschweigen aber die Folgen dieser Permissivität. Mit einmaliger Kürze und Präzision hat der geniale Denker Blaise Pascal den Menschen definiert: “Größe und Elend!” Seine Größe ist seine Himmels- und Ewigkeitssehnsucht, die nur eine Vorahnung der wahren Größe, Schönheit, Glückseligkeit und Liebe ist, die alle menschliche Vorstellungen und Träume himmelweit übertrifft. Sein Elend ist, daß er seine wahre Größe nicht erkennt und nur um sich selbst kreist wie ein Irrstern, was zu einem ewigen maßlosen Elend führt. Diese ewigen Dimensionen heißen: Himmel und Hölle. .....

DIN A5, 68-seitig, Bestell-Nr. 086

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