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Judas Thaddäus 6

Hl. Judas Thaddäus

Helfer in größten Nöten

Wie St. Judas gelebt hat:

Der hl. Apostel Judas hat zwei Beinamen, die ihn von Judas, dem Verräter, unterscheiden. Bald heißt er Thaddäus, bald wieder Lebbäus. »Thaddäus« heißt etwa »Heldenbrust«, »Lebbäus« aber “herzhaft”. Judas hatte noch zwei Brüder, Jakobus den Jüngeren, den ersten Bischof von Jerusalem, und Simeon, den zweiten Bischof Jerusalems. Sein Vater war Kleophas, auch Alphäus geheißen, und dieser war ein Bruder des hl. Josef. Seine Mutter hieß, wie die Mutter Jesu Maria und war mit ihr verwandt. Der Vater dieser drei heiligen Brüder starb sehr früh, und St. Josef hat Sie an Kindes Statt angenommen. Als auch der hl. Josef starb, blieben Mutter und Söhne doch noch bei Maria und Jesus. Aus diesem Grunde und weil die Juden in ihrer Sprache die Verwandten alle mit dem Worte »Bruder« oder »Schwester« bezeichnen, wird Jakobus öfter der »Bruder des Herrn« genannt. Judas nennt sich in seinem Brief selbst demütig »Knecht des Herrn«. Da Judas Jesum sozusagen von Kindheit auf kannte, wurde er bald sein begeisterter Apostel. Und daß er seinen Beinamen »Lebbäus« nicht ohne Grund führte, ersehen wir daraus, daß er, sofort nachdem der Herr den Philippus wegen einer ungeschickten Frage getadelt hatte, eine ganz ähnliche Frage stellt: »Wie kommt’s, daß du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt?” Aus diesen Worten spricht eine ganz wunderschöne Selbstlosigkeit, und der Heiland macht Judas auch keinen Vorwurf, sondern klärt ihn willig auf: “Wer mich liebt . . ., zu dem werden wir kommen und Wohnung bei ihm nehmen. Jesus sagt gleichsam: Ihr liebt mich, und deshalb offenbare ich mich euch, der Welt werde ich mich offenbaren, sobald sie, wie du und die übrigen Apostel, mich lieben wird (Joh. 14, 22ff.).
Nach dem Tode und der Himmelfahrt Jesu blieb der Apostel noch etwa zwölf Jahre in Palästina. Hernach treffen wir ihn nach alten Urkunden in Syrien. Er starb als Blutzeuge Christi, wie es scheint, in Beyrut. Es war etwa im Jahre 79. Seine Reliquien sollen heute größtenteils in der St.-Peters-Kirche in Rom sein. Auch das Kloster Hersfeld bei Fulda verehrte lange Zeit kleine Überreste des hl. Apostels.

 

Warum wir ihn verehren

Noch im Mittelalter wurde der hl. Judas Thaddäus an vielen Orten hoch verehrt. Nicht nur auf deutschem Boden, auch in anderen Teilen Europas, in Kleinasien und Syrien, wo er gestorben ist, gab es Kirchen und Klöster unter seinem Namen. Dann freilich kommt eine Zeit, wo man von seiner Verehrung nicht mehr viel hört. Nur die Kirche selber hat in ihrer Liturgie ihn nie vergessen. So wie den hl. Petrus oder Johannes ladet sie ihn bei jeder hl. Messe ein, an der Wandlung teilzunehmen, und alljährlich am 28. Oktober betet der Priester Brevier und Messe zu seiner Ehre.
Mit der Zeit aber kam es dem christlichen Volke doch wieder zum Bewußtsein, daß es dem guten Apostel unrecht tue, wenn es ihm seine Verehrung verweigere nur weil er mit dem unglücklichen Judas, dem Verräter, denselben Namen teilt. Daher begann man schon Anfang des letzten Jahrhunderts an vielen Orten den hl.Judas Thaddäus besonders zu verehren und ihn namentlich in ganz verzweifelten Fällen um seine Hilfe anzurufen. Und der so lange mißkannte Apostel ließ nicht vergeblich bitten. Immer ist er ein “herzhafter Helfer, der in seiner “Heldenbrust” auch heldenhafte Liebe nährt. Es gibt viele katholische Zeitschriften, die immer wieder besonderen Dank an den hl. Judas Thaddäus zu verzeichnen haben. Die Kirchen sind zahlreich, in denen das Bild oder eine Statue des großen Helfers in allen Nöten verehrt wird.
Es wäre aber eine ungeschickte Einseitigkeit, wollten wir zu St. Judas Thaddäus nur die Zuflucht nehmen, wenn wir seine Hilfe brauchen. Er verdient unsere Ehrfurcht und Bewunderung wegen seiner eigenen persönlichen Heiligkeit. Wir besitzen von ihm eine Reliquie, wie sonst nur vom hl. Petrus Paulus, Johannes, Matthäus und Jakobus, nämlich einen Brief, den er selber geschrieben hat. In diesem Brief lernen wir den heiligen Mann recht kennen, und es wäre schade, wenn seine Verehrer nicht wüßten,

 

Was er geschrieben hat

Ein Apostelbrief (der hl.Paulus hat dreizehn, der hl. Johannes drei, der hl. Petrus zwei, der hl. Jakobus der Jüngere und der hl. Judas Thaddäus je einen geschrieben) ist nicht ein gewöhnliches Schreiben, das die Mutter oder der Vater dem Kind in die Ferne schickt, sondern viel mehr. Ein Apostelbrief ist inspiriert, d. h. unter Eingebung des Hl. Geistes geschrieben, und zwar so genau, daß der Apostel alles was der Hl. Geist wollte schrieb, aber auch nichts mehr, und nur so wie der Hl.Geist es haben wollte. .....

DIN A6, 32-seitig, Bestell-Nr. 060

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