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Lanciano 6

Bernd Rüdiger Wollersheim

Christus in Lanciano

Das ’eucharistische Wunder‘ ist eine Brücke, die hinüberführt von der Vernunft in den Glauben an die Wahrheit der Lehre von der Wesensverwandlung (Transsubstantiation) von Brot und Wein in den Leib und das Blut Jesu Christi. Während der Wandlung in der hl. Messe sind nach den Wandlungsworten des Priesters an die Stelle von Brot und Wein plötzlich sichtbares Fleisch und sichtbares Blut oder an die Stelle des Brotes allein ist Fleisch oder des Weines Blut getreten. Der Einzige, der von Brot und Wein sagt, dass sie verwandelt sein Leib und sein Blut sind, ist Jesus Christus. Ist aber Jesus Christus im verwandelten Brot und Wein gegenwärtig, so lässt die Anwesenheit einen Kausalschluss auf seine Gottheit zu; denn nur als Allmächtiger konnte Jesus diese Präsenz bewirken. So ist das vorliegende Buch ein solches über die Gottheit Jesu Christi.

Im mittelitalienischen Lanciano verwandelten sich im frühen 8. Jahrhundert während einer hl. Messe Brot und Wein in sichtbares Fleisch und Blut, das bis heute erhalten ist und in Lanciano aufbewahrt wird. Im Jahre 1970 - zwölf Jahrhunderte später - wurden kleine Teile des Fleisches und Blutes von einem italienischen Ärzteteam und 1975 sowie 1980 erneut von der Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen in Genf untersucht. Die umfangreiche wissenschaftliche Prüfung ergab u.a., dass das Fleisch die Grundstruktur eines vollständigen menschlichen Herzens zeigt. Fleisch und Blut besitzen Eiweißmoleküle (Proteine) und Minerale in einer Weise wie Fleisch und Blut eines heute lebenden Menschen, den man an diesem Tag untersucht hat.

Darüber hinaus geben zwei Merkmale, die bei den Untersuchungen an der Fleischhostie festgestellt worden sind, Anlass zu der Feststellung, dass im Zeitpunkt der Wandlung das Kreuzesopfer Christi zugegen ist und diese Gegenwart sich in der gewandelten Hostie selbst ereignet und dort ihren Ort hat.

Die Novelle legt dar, was der Mensch selber tun kann, um zum Glauben daran zu gelangen, dass bei der Wandlung in Lanciano Jesu Leib und Blut sichtbar geworden waren. Den wahrnehmbaren und darum unbestreitbar tatsächlichen Übergang von Brot in Fleisch und von Wein in Blut kann er als Wunder zur Hilfe dabei nehmen, überzeugende Argumente zu entwickeln, die seiner Vernunft zustimmende Gewissheit verschaffen.

In der Form des Dialoges von vier Personen sucht die vorliegende Novelle den Leser durch Fragen und Antworten zum Nachdenken zu bewegen. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Prüfung aufarbeitend entfaltet sich ein längeres und intensives Gespräch zwischen den vier Personen über die eucharistische Gegenwart Jesu im gewandelten Brot und Wein und das Fortdauern seiner Präsenz bis auf den heutigen Tag in dem vor zwölfhundert Jahren verwandelten Brot und Wein von Lanciano. Im Verlauf der gemeinsamen Suche nach der Wahrheit gelangen die beiden, die bisher nicht glaubten, zu Überzeugungen, die sie schrittweise auf dem Weg zur natürlichen Gewissheit voranbringen und schließlich für das übernatürliche Gewisssein des Glaubens öffnen. Beide kommen über den Glauben an die eucharistische Gegenwart Jesu zum Glauben an Jesus als den einzigen und wahren Gott.

 

“Eucharistie” ist ein griechischer Ausdruck mit latinisierter Endung und bedeutet wörtlich übersetzt “Danksagung”. Für das 1. Jahrhundert n. Chr. ist diese Formulierung schon nachweisbar und seitdem vorherrschende Bezeichnung für eine Handlung Jesu Christi, die Verwandlung von Brot und Wein in seinen Leib und sein Blut. In der Verwandlung von Brot und Wein brachte Jesus, die zweite Person des einen Gottes in drei Personen (Gott Vater, Gott Sohn, Gott Heiliger Geist ) - des einzigen wahren Gottes - sich Gott Vater dar als Opfergabe zur Verherrlichung Gottes und zur Vergebung der Sünden für die Menschen, denen Anteil am Verdienst seines Leidens gewährt wird. Gleichzeitig schenkte er sich im verwandelten Brot und Wein zunächst den zwölfAposteln, seinen Bevollmächtigten, als Seelenspeise. Er setzte die Wesensverwandlung, die seine leibliche Gegenwart in Brot und Wein zum ersten Mal herbeiführte, als neuen Bund - und dauernde Einrichtung - ein und begründete damit ein immerwährendes Gedächtnis seiner leibhaftigen Anwesenheit. Dies geschah am Abend des Tages vor seinem Leiden und Tod am Kreuz etwa um das Jahr 30 n. Chr. - der genaue Zeitpunkt ist nicht festgehalten - im Abendmahlssaal auf dem Sionsberg im südwestlichen Teil Jerusalems. Der heutige Abendmahlssaal befindet sich auf diesem Berg im ersten Stockwerk eines zweistöckigen Bauwerkes. Er stammt nicht aus der Zeit Jesu, weil er erst im 13. Jahrhundert nach zahlreichen Zerstörungen von den Franziskanern wiedererrichtet wurde. Sicher ist aber auch, dass Jesus in diesem Gebäude das Abendmahl hielt. Er ließ sich dort zu Tisch nieder und die zwölf Apostel mit ihm. Und er nahm Brot, sprach das Dankgebet, brach es und gab es den Aposteln mit den Worten:

DAS IST MEIN LEIB, DER FÜR EUCH HINGEGEBEN WIRD. TUT DIES ZU MEINEM GEDÄCHTNIS. (Lk 22, 19)

Ebenso nahm er nach dem Mahl auch den Kelch mit Wein und sprach:

DIESER KELCH IST DER NEUE BUND IN MEINEM BLUT, DAS FÜR EUCH VERGOSSEN WIRD. (Lk 22,20)

 

Einst in Kana hatte er durch einen bloßen Wink Wasser zu Wein werden lassen und später verheißen, dass er Brot zu essen geben werde, das sein Fleisch ist. Auf die Kritik, wie er sein Fleisch zur Speise geben könne, bekräftigte er die soeben gemachte Ankündigung, dass dieses Brot sein Leib sein werde. Er meinte es streng wörtlich. Bis zum heutigen Tag ist Jesus Christus in der ganzen Menschheitsgeschichte der Einzige, der von Brot und Wein sagt, dass sie verwandelt sein Leib und sein Blut sind. Jesu Fleisch und Blut soll gegessen werden, das er darreicht unter den Gestalten der Dinge, die am häufigsten dem menschlichen Bedarfe dienen, nämlich denen von Brot und Wein (Thomas v. Aquin). Es ist die Liebe Christi zu den Menschen, die danach verlangt, leiblich in die Menschen einzugehen.

Durch die Gebetsworte des Gottessohnes wurde sowohl das Brot als auch der Wein zu seinem Leib und Blut. Für das Auge unsichtbar änderten sich Brot und Wein in ihrer Substanz, ihrem Wesen - Wesensverwandlung, Transsubstantiation, genannt -, während sichtbar die Eigenschaften der Größe, Ausdehnung, Schwere, Form, Farbe, des Geschmacks und Geruchs von Brot und Wein unverändert zurückblieben. In diesem Augenblick trug Christus sich in seinen Händen. Das, was er nun reichte, war äußerlich für die empfangenden Apostel weiterhin als Brot und Wein erkennbar. In seinem Wesen aber bot sich das Brot als der Leib Jesu dar, der in Jerusalem am Kreuz hingegeben wurde, ebenso waren der verwandelte Wein im Kelch und das am Kreuz vergossene Blut Jesu ein und dasselbe, wie Christus in seinem Gebet ausdrücklich sagte. Durch diese Gebetsworte setzte er erstens das Kreuzesopfer, das er am folgenden Tage darbrachte, in der Wesensverwandlung von Brot und Wein - und damit im verwandelten Brot und Wein selbst - im Voraus gegenwärtig, in unblutiger Weise. Zweitens bestimmte er für alle späteren Eucharistiefeiern - heiligen Messen - auf der Welt die Wesensverwandlung von Brot und Wein als Zeitpunkt und Zustand, in dem seine Kreuzeshingabe präsent ist, und seinen Leib und sein Blut unter den Gestalten von Brot und Wein als den Ort, an dem diese Präsenz in Raum und Zeit stattfindet. .....

DIN A5, 56-seitig, Bestell-Nr. 124

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